Galaveranstaltung der 11. Walder Theatertage

Moderation: Thomas Philipzen
In diesem Jahr führt ein Künstler durch das Programm, den Kabarettliebhaber bereits von seinen Auftritten in den Jahren 2002 und 2004 bei den Theatertagen kennen. In diesem Jahr ist er der Moderator, der mit viel Improvisationstalent, humorvoll, schlagfertig und sprachgewaltig das Solinger Publikum begeistern wird. Seine witzigen, poetischen, amüsanten und komischen Geschichten versprechen Unterhaltung auf höchstem Niveau. Philipzen trifft mit improvisierten Geschichten spontan den Nagel auf den Kopf.


Wall StreetTheatre

Funny Moments – Best of Herr Schultze & Herr Schröder

Längst sind sie Kult: Zehn Bühnenjahre, zahlreiche Preise, internationale Festivals… und immer noch haben sie es faustdick hinter den Ohren – „Herr Schultze & Herr Schröder“ mit dem treuherzigen Blick. Es beginnt wie ein seriöser Theaterabend: Ganz im Stil zweier Gentlemen, korrekt gekleidet mit Hornbrille, Sockenhalter und Pomade erwecken sie zunächst einen völlig falschen Eindruck. Denn was sich dem Zuschauer in den nächsten Minuten offenbart, ist feinstes Slapstick-Theater. Ob eine Balance auf chinesischen Stühlen in schwindelnder Höhe, fliegende Teller, Jonglage mit Striptease: Die beiden Akrobaten in Nadelstreifen verfügen über ein unerschöpfliches Repertoire an absurden Einfällen.


Das Zick Zack–Traum-Theater mit seiner Show

„Magic Asia“.

Samurai, Löwentanz, Entfesselungskunst und Schweben im Haus der 1000 Knoten.
Lassen Sie sich entführen in eine geheimnisvolle und zauberhaft asiatische Welt: Löwen, die tanzen können, schwebende Jungfrauen, phantastische Entfesselungen, gefährliche Messer und Schwerter, eingebettet in ein phantasievolles Ambiente.
Wer das Zick Zack–Traum-Theater schon erlebt hat, der weiß, dass ihn Unterhaltung der besonderen Art erwartet.


Les Frères Taquin

Der Vorführer und sein Automat

Kaum hebt sich der Vorhang, ist man sofort gefangengenommen, als wäre man ein heimlicher Komplize. Man ist etwas beunruhigt von diesem Schausteller, der uns voller Stolz „sein“ Wunder präsentiert: Ein Androide, ein Automat mit menschlichen Zügen, der dem 19. Jahrhundert entsprungen scheint. Wie auf magisches Geheiß setzen sich die Zahnrädchen in Gang – der Automat führt uns in seine unfehlbar geregelte Welt. Hier wird kalte Eleganz heraufbeschworen durch ölgeschmierte Bewegungen. Es ist die unerbittliche Wiederholung eines zu perfekten Scheinlebens.
Und dann geht alles sehr schnell: der zu vollkommene Mechanismus will anscheinend nicht mehr funktionieren. Er ist wie gelähmt vor nicht erwiderter Liebe. Sein mitfühlender Vorführer sucht im Publikum nach der verwandten Seele, die der Automat kurz erblickt und auf die er unmerklich hingedeutet hat.
Von da an überstürzt sich alles. Der Automat entdeckt menschliche Gefühle. Wie in einem Traum der Commedia dell’Arte erleben die beiden Figuren einen magischen Augenblick. Diese Szene ist ebenso komisch wie eindringlich. Spätestens in diesem Moment ahnt der verzauberte Zuschauer, warum die beiden Künstler mit internationalen Preisen überhäuft wurden.


Ellen Urban und Julia Staedler

Vertikaltuch­akrobatik

Ellen Urban und Julia Staedler zeigen eine moderne, energiegeladene Performance an zwei Vertikaltüchern. Ganz in weiß gekleidete Figuren tanzen in einer „abgehobenen“ Welt, stürzen sich wagemutig in die Tiefe, um sich sogleich wieder kraftvoll und elegant emporzuschwingen. Ein poetischer Tanzdialog im scheinbar schwerelosen Raum.


Alvaro Solar

Johan Padan entdeckt Amerika

Ein Stück von Dario Fo
Regie: Ferruccio Cainero
Musik: Alvaro Solar

Der gebürtige Chilene spricht Deutsch, Spanisch und Italienisch, singt zur spanischen Gitarre, verwendet allerlei Rhythmusinstrumente, trommelt, pfeift, ist Geräusch-Imitator, erzählt und schlüpft in die verschiedenen Rollen, und das Publikum folgt gebannt seinem Tun, das zugleich von großem Ernst und viel Humor geprägt ist.
Wie unter dem Einfluss eines Magiers beginnt die Bühne, sich in der Phantasie des Zuschauers zu beleben: Die See wogt, Stürme brausen, Vögel zwitschern und flattern durch die Luft, bunte Blumen betören mit ihrem lieblichen Duft, Horden wilder Eingeborener toben durch das Gelände. Doch da vorne steht nur ein Mann und erzählt die dramatische Geschichte von Johan Padan und seiner Entdeckung Amerikas zur Zeit der vierten Entdeckungsfahrt des Christoph Columbus.
Johan Padan ist ein kleiner italienischer Bauer. Auf der Flucht vor der Inquisition heuert er bei Christoph Columbus an, der zu seiner vierten Reise nach „Indien“ aufbricht. Der wasserscheue Nichtschwimmer Johan geht auf große Fahrt – und wird so zum Entdecker Amerikas. Mit Glück und Witz entkommt er seinen brutalen spanischen Dienstherren, erwehrt sich erfolgreich der Übergriffe hungriger Kannibalen, übt sich als Missionar unter den Eingeborenen und macht in seiner Rolle als „Sohn der aufgehenden Sonne“ schließlich noch ganz unverhofft Karriere in der neuen Welt.
Mit Gesang, Perkussion und Gitarre, mit Geräuschen, Füßen, Zähnen, Fingern und Nägeln versetzt uns Solar in den neuen Kontinent.