Marcus Jeroch ist ein Wortkünstler, ein Komödiant, ein Sprachjongleur, ein Wortsezierer und Neuzusammensetzer, ein fernsehgestählter Vielfachpreisträger der deutschen Kleinkunst, genial und aberwitzig. Wer ihn 2007 im Pädagogischen Zentrum der FALS erlebt hat, weiß, wie dieser Künstler mit wildem Gestus und unbändiger Lust an der Sprache das Publikum in seinen Bann zieht. Da steht einer auf der Bühne, der, wenn er den Mund aufmacht, Worte Purzelbäume schlagen lässt und dennoch erstaunliche Weisheiten produziert. Was sich reimen lässt, nimmt Marcus Jeroch auseinander und baut es neu wieder zusammen.
So entstehen witzige, melancholische und wunderbar dämliche Geschichten. Das ist Wortakrobatik in jeder Hinsicht, denn erneut verbiegt er nicht nur akrobatisch seinen Körper, sondern auch den Wortsinn. Wunderbar ihm beim Jonglieren von Kisten, Hüten und Bällen zuzuschauen und dabei gleichzeitig verrückte Reime, aberwitzige Wortspiele und völlig abgedrehte Weisheiten zu hören.
In seinem neuen Programm „Schlagworte“ hat er einen zweiten Abenteurer an seiner Seite, ein Magier der feinen Töne, ein Entdecker an Schlagwerk, Kreppband und anderem Spielgerät. Schröder schlägt das Echo zu
den Worten.
Gemeinsam entfalten sie ein Abenteuer der Laute. SCHLAGWORTE ist die Übersetzung für die Bühnenpräsenz aus Jerochs Wort- und Schröders Schlagzeugspiel. Letzteres mal pointiert, mal ganz eigene Geschichten akustisch erzählend. Das reicht bis hin zur gegenseitigen Befeuerung von Texten und Trommeln.
Textlich ist dieser besondere Abend Jandl, Kändler und Schwitters verpflichtet, musikalisch im Geiste von Spike Jones und Frank Zappa.
„Sprachrhythmus und Artistik verschmelzen zumGesamtkunstwerk.“, Frankfurter Rundschau
